Dienstag, 12. Dezember 2017

NICHT BEI UNS! Projekt einer Realschule in Karlsruhe

Ein Beitrag von Yâren

 Klimawandel und Nachhaltigkeit sind Begriffe, die SchülerInnen überall hören. In der Schule sollen diese Begriffe aber nicht nur kurz erwähnt werden. Die SchülerInnen sollen die Bedeutung dieser Begriffe verstehen. Ich möchte ein Projekt einer 10. Klasse vorstellen: „NICHT BEI UNS“.

Die SchülerInnen recherchieren das Thema „Plastik“ und lernen die Herstellung sowie die Nachteile kennen. Sie überlegen sich Möglichkeiten bzw. Alternativen und versuchen einen ganzen Tag lang, die Benutzung von Plastik zu vermeiden. Die Ergebnisse werden protokolliert.

Sie führen dann in der Schule die „Pfandecke“ ein, wo Pfandflaschen der SchülerInnen sowie LehrerInnen eine Woche lang gesammelt werden, um zu schauen, wie viele Plastikflaschen sie in einer Woche benutzten.

Danach folgt eine Versammlung in der Aula. Die SchülerInnen stellen die Ergebnisse vor und informieren ihre MitschülerInnen. Die Pfandflaschen werden wöchentlich gesammelt. Das Geld wird dann anschließend gespendet.

Fazit: Schüler führen kleine Projekte durch, erkennen, wie viel Plastikflaschen sich an nur einer Schule ansammeln können. Sie versuchen, Plastik zu vermeiden, und verstehen Begriffe wie z.B. Nachhaltigkeit.

Freitag, 8. Dezember 2017

Lebensmittelverschwendung / Foodsharing

In allen Bereichen eines Lebensmittelzyklus’ werden Nahrungsmittel verschwendet bzw. weggeworfen. Weltweit gehen rund 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel jährlich verloren, in Deutschland sind es im Jahr 6,7 Millionen Tonnen, was 82 Kilogramm Lebensmitteln im Wert von ungefähr 240 Euro entspricht. Dies ist nicht nur auf ethischer Ebene, sondern auch auf ökologischer Ebene verwerflich. Jedes Lebensmittel, das im Müll landet, ist dabei gleichzeitig nicht nur eine Verschwendung eines Nahrungsmittels, sondern auch weiterer Ressourcen wie Energie, Wasser und menschlicher Arbeitskraft.

Innerhalb der EU stammen dabei 42% der Lebensmittelabfälle aus Privathaushalten. Wir sollten uns dabei selber anhalten, etwas dagegen zu unternehmen; sei es, sparsamer und intelligenter einzukaufen, Lebensmittel richtig lagern sowie beim Kochen Portionen richtig einzuschätzen und gegebenenfalls Reste einfrieren oder weiterverwerten. 

Und wenn dann doch mal was übrig bleibt, gibt es seit 2011 unter anderem Dienste, die das sogenannte “Foodsharing“ betreiben. Hierbei möchte ich euch das Portal https://foodsharing.de/ vorstellen, eine 2012 entstandene Initiative, die mittlerweile über 200.000 registrierte Nutzer hat. In Kooperation mit über 3000 Betrieben konnten so laut eigenen Angaben schon ca. 12 Millionen Kilogramm Lebensmittel “gerettet“ werden.

Wie das Konzept funktioniert, wird hier in einem Video erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=dqsVjuK3rTc

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Nachhaltigkeit (in der Schule) erlebbar machen

Ein Beitrag von Lucas

Wer sich mit dem Begriff "Nachhaltigkeit" beschäftigt, merkt schnell, wie abstrakt dieser eigentlich ist. Umso wichtiger ist es, dass der Sinngehalt bereits in der Schule nachvollziehbar gemacht werden kann. Dies kann unter anderem damit geschehen, dass Nachhaltigkeit erlebbar gemacht wird. Dazu wirbt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unter http://www.umwelt-im-unterricht.de/hintergrund/aktionen-und-projekte-nachhaltigkeit-erlebbar-machen/ für Aktionen und Projekte, die die Prinzipien der Nachhaltigkeit vermitteln sollen. Das Bundesministerium beschreibt die "Aktionstage Nachhaltigkeit" wie folgt:
Im Mittelpunkt stehen Initiativen und Veranstaltungen, die einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Die Projekte laden während der Aktionstage zum Ausprobieren und Mitmachen ein und stellen dabei ihre Arbeit vor. Die Aktionen sind vielfältig: von der Althandy-Sammlung über Reparatur-Treffs bis hin zu gemeinsamen Pflanzaktionen mit Blumen, Kräutern, Obst oder Gemüse.
Darunter finden sich weitere Links wie http://www.aktionstage-nachhaltigkeit.de. Die nächsten deutschen Aktionstage finden vom 30. Mai bis zum 5. Juni statt. Alleine im Raum Ludwigsburg finden dazu weit über zehn Aktionen und Projekte statt, die man mit den SchülerInnen durchführen und erleben kann (siehe Karte auf der Website): Vom Repair-Café bis zum Klimaschutz ist alles dabei, denn: "Nachhaltigkeit beginnt beim Handeln!"

Für Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I stehen auf der Website unter anderem auch Unterrichtsvorschläge oder Projektthemen zur Verfügung, die sich mit dem Themenfeld Nachhaltigkeit beschäftigen.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Müll zu Dünger in der Stadtwohnung

Ein Beitrag von Neitah

Mit der Wurmkiste kann man auch in einer Stadtwohnung seinen Biomüll nachhaltig entsorgen. Dafür sorgen eine Menge Würmer in einer Kiste. Und zwar Kompostwürmer, die essen sich durch von Mikroorganismen zersetzten Teile der Schnippelabfälle sowie Papier und Pappe, und das Verdaute ist dann wertvoller Dünger, den man für seine Pflanzen verwenden kann.

http://wastelandrebel.com/de/kompostieren-in-der-stadtwohnung-mit-einer-wurmkiste/

Und im Vergleich zum Biomüll stinkt die Tonne überhaupt nicht, sie riecht lediglich nach dem, was man darin entsorgt hat (und das auch nur leicht). Bei manchen Dingen muss man allerdings doch aufpassen, wie zum Beispiel bei Zitrusfrüchten oder Essensabfällen in großen Mengen, dafür können auch Staub und Haare darin entsorgt werden!

Wenn man beispielsweise in den Urlaub fährt, überleben die Würmer auch wochenlang, ohne gefüttert zu werden. Es gibt verschiedene Arten von Wurmkisten, man kann sie sogar selber bauen. Die Kiste und die Würmer können online bestellt werden.

Noch kurz zum vorgestellten Blog: bei Wasteland Rebel findet ihr praxistaugliche und sehr einfach gehaltene Rezepte für Hausmittel, viele Tipps sowie Infos und Fakten zu allgemeinen Nachhaltigkeitsfragen.

Was mache ich mit meinem Leben?

What is real? Podcast - Thema der Fundgrube war nachhaltiger Konsum, jedoch bin ich auf einen derartig interessanten Beitrag zum Thema "Das gute Leben" gestoßen, dass es egoistisch wäre, diesen Artikel nicht zu posten.

Der ein oder andere mag sich noch an Mike Posner erinnern. Er veröffentlichte im Jahr 2010 den Song "Cooler than me", welcher ihn im Alter von 22 Jahren zum Millionär machte. Man könnte nun meinen, dieser Mann lebt den Amerikanischen Traum, er sollte glücklich sein. Rückblickend sagt er jedoch selbst von sich, dass dem zu dieser Zeit nicht so war.

Nachdem jedes seiner folgenden Lieder weniger erfolgreich war und er einige Jahre keine Musik mehr veröffentlicht hatte, veröffentlichte er 2015 eine EP mit dem Titel "The Truth". Darauf befindet sich ein Lied mit dem Titel "I took a pill in Ibiza", den einige kennen werden. In diesem Lied erzählt Mike Posner davon, dass es ihn unglücklich macht, auf der Bühne stehen zu müssen und gute Laune verbreiten zu müssen, während die Wahrheit ist, dass er lediglich traurige Lieder kennt.



Es zeigt sich also, dass auch der Traum, berühmt und reich zu sein, nicht dazu reicht, glücklich zu sein. Mike Posner hat mittlerweile einen Podcast gestartet, in dem er lediglich die Dinge thematisiert, die ihn bewegen und eines davon ist die persönliche Entwicklung.

In der Folge mit dem Thema "Was mache ich mit meinem Leben?" spricht Posner davon, das Dritte Kapitel seines Lebens begonnen zu haben. Während er als Erstes Kapitel schlichtweg das "In der Welt-sein" bezeichnet, also schlichtweg das "Sich zurechtfinden" bezeichnet, nennt er als zweites Kapitel ein für unsere Wachstumsgesellschaft bezeichnendes Merkmal. Er nennt dieses Kapitel "Die Welt besiegen". Es zeigt sich in unserer Gesellschaft, dass es grundsätzlich ein Ziel ist, besser zu sein als andere, denn nur dadurch wird Wachstum erzeugt. Posner ist ein tolles Beispiel dafür, dass dieses, für den Durchschnittsbürger oft unerreichbare, Ziel auch kein Weg zum Glück ist.

Er bezeichnet als Kapitel 3 das "Die Welt lieben". Er stellt die These auf, dass jede Entscheidung jedes Menschen, selbst die Entscheidung, zu sagen, man selbst würde die Welt nicht beeinflussen, die Welt beeinflusse. Er bezeichnet seinen Weg in ein glücklicheres Leben als ein kognitives Wahrnehmen des Alltags und eine grundsätzliche Dankbarkeit dafür zu leben.

Er hat beispielsweise gelernt, seine Zukunft nicht von seiner Vergangenheit abhängig zu machen, dass es eine eigens gefällte Entscheidung ist, dass bestimmte Menschen uns nicht kümmern, dass diese Entscheidung jedoch nicht endgültig ist, oder auch, dass es einem Einzelnen möglich ist, die Welt nicht nur in geringem Maße, sondern auch die Prinzipen der Gesellschaft zu verändern.
Er möchte dazu aufmuntern, dass Menschen diese Macht wahrnehmen, statt sich einzureden, nicht gut genug zu sein.

Er sieht das Problem darin, dass Menschen es sich einfacher machen, indem sie von sich sagen, nicht gut genug für etwas zu sein, da sie dadurch nichts tatsächlich tun müssen. Er kritisiert das Fortschrittsdenken des Menschen, die Mentalität von: "Wenn ich das erreiche bin ich bereit", welche sich durch unser gesamtes Leben zieht.

Ein für mich sehr beeindruckender Punkt, den Posner nennt, ist, dass wir nur dann Zeit als verschwendet bezeichnen können, wenn wir davon ausgehen, dass Zeit verschwendet werden kann. Als einen möglichen Ausweg dafür wünscht er sich ein Schulfach, das lehrt, Mensch zu sein.

Persönlich kann ich nur jedem Leser ans Herz legen, diesen Podcast anzuhören, da er eine unglaublich ehrliche und empathische Perspektive auf das Leben in unserer Gesellschaft bietet: What is real? Podcast

Medikamente im Trinkwasser

Die steigende Anzahl an über 60-Jährigen und der damit steigende Arzneimittelgebrauch sowie der allgemein steigende Verbrauch und die steigende Anzahl an Wirkstoffen stellt die Klärwerke vor immer neue Probleme. Unser Trinkwasser, das im Grunde besser ist als jedes Mineralwasser, ist gefährdet und zwar von uns selbst. Durch übermäßigen Konsum und entsorgte Medikamente wird nicht nur die Tierwelt, sondern werden auch wir Menschen gefährdet. Generell gilt es, Medikamentenkonsum zu reduzieren, sowie sie absolut nicht im Klo zu entsorgen.

Einige Beiträge zum Thema:

Nachhaltiger Konsum als Widerspruch in sich

Genau rechtzeitig zu unserer Fundgrube zum Thema "nachhaltiger Konsum" hat Marlen Hobrack auf Zeit Online den Beitrag "Konsum: Habenwollen fürs Weltklima" veröffentlicht, der mit folgendem Fazit endet:
"Ökologischer" Konsum ist nichts anderes als die Milchmädchenrechnung einer hedonistischen Konsumentenschaft im Zustand allgemeiner Realitätsverweigerung.

Montag, 4. Dezember 2017

Plastic Planet!

„Die Menge an Kunststoff, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht bereits aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal mit Plastikfolie einzupacken.“ (Werner Boote)

Einen sehr prägenden und interessanten Dokumentarfilm drehte Werner Boote vor etwa 10 Jahren. In seinem Dokumentarfilm „Plastic Planet“ wollte Boote die Gefahren von Plastik für uns Menschen und unserer Umwelt verdeutlichen. In seinem Film stellt Werner Boote viele Fragen zum Beispiel, ob Plastik unserer Gesundheit schadet?

Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Wer verliert? Werner Boote versuchte, mit seinem Film die Menschen aufmerksam zu machen und zum Nachdenken zu bringen, was Plastik alles in unserer Welt anrichtet. Nach zehn Jahren stellt man sich jedoch die Frage: Hat sich in den letzten Jahren überhaupt etwas geändert?


Zum Dokumentarfilm „Plastic Planet“ gibt es eine Internetseite: http://www.plastic-planet.de/derfilm.html. Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet zu diesem Film Anregungen für den Unterricht an: http://www.bpb.de/gesellschaft/kultur/filmbildung/189230/plastic-planet

Utopia hat Tipps zum Vermeiden von Plastik zusammengestellt:
  • Verwenden Sie Stofftaschen.
  • Trinken Sie Ihre Getränke aus Glasflaschen.
  • Kaufen Sie Ihren Kindern Spielzeug aus Holz.
  • Benutzen Sie Keramik- oder Porzellantassen anstatt Plastikbecher.
  • Schreiben Sie mit Bleistiften anstelle von Plastikstiften und –kugelschreibern.
  • Stellen Sie sich echte Pflanzen in die Wohnung, keine aus Plastik.
  • Schneiden Sie auf Holz- nicht auf Plastikküchenbrettern.
  • Verwenden Sie Besteck aus Staal, Messing, Silber, aber nie mehr welches aus Plastik.
  • Schnäuzen Sie sich mit Taschentüchern aus Tissueboxen (recycelten), statt mit Taschentüchern aus Plastiktaschen à zehn Stück, wenn es schon keine Stofftaschentücher sein sollen.
  • Tragen Sie Gürtel aus Stoff oder Leder, keine aus Plastik.
  • Verwenden Sie Büroprodukte vom Lineal über den Stifthalter bis zur Karteibox aus Holz.
  • Überlegen Sie beim nächsten Brillenkauf, ob es Alternativen zu Kunststoffgläsern und dem Kunststoffgestell gibt.

Erderwärmung. Artensterben. Plastik-Welt.

Schon morgens geht es los. Während wir noch im Bett liegen, um zu checken, was unsere Freunde so in der Nacht gepostet haben und ob auch schon alle wach sind, schleichen sich, oft ungewollt, Schlagzeilen in unser Leben. Erderwärmung. Artensterben. Plastik-Welt. Keine Lust da darauf, also einfach weiter scrollen!

Später während der Autofahrt zur Uni gehts weiter, Schlagzeilen im Radio, also einfach umschalten und die nächste gute Musik suchen. Die moderne Technik im Auto machst uns auch leicht, oftmals müssen wir noch nicht einmal die Hand vom Lenkrad nehmen.

Aber warum wollen wir denn mit Schlagzeilen nichts zu tun haben? Schlagzeilen sind fast ausschließlich negativ und grausam. Sie machen uns Angst! Nicht etwa weil wir vor den tatsächlichen Folgen unseres Konsums betroffen sind oder weil wir jemals das Ende der von Menschen bewohnbaren Erde erleben werden.

Wir haben schlichtweg Angst vor unseren Gefühlen. Dem Gefühl die Grausamkeiten des Menschen nicht ertragen zu können! Aber vor allem dem Gefühl zwischen den Fronten zu stehen. Zwischen dem Wissen, wie wir handeln sollten und dem wie wir handeln. Den Gefühlen des schlechten Gewissens, weil wir wissen, dass wir auch nicht besser sind wie all diejenigen die dafür verantwortlich sind!

Dem Wissen “egal was ich je tun werde, ich kann nichts ausrichten“ und dem Eingeständnis, dass wir eigentlich nicht auf die Annehmlichkeiten, die der Konsum uns verschafft, verzichten wollen! Wir fühlen uns klein und schwach, schuldig! Aber ist es das, was die Schlagzeilen, Dokumentationen, Warnungen und Seminare über unsere Erde in uns auslösen sollten? Schuldgefühle und Resignation?

Viele Menschen neigen zu Negativität. Dabei ist aus Negativität noch nie etwas Gutes entstanden! Deshalb sollten wir nach dem Grundsatz leben: Auch aus einem kleinen Samenkorn wächst irgendwann ein großer Baum.“

Und es gibt sie, die stillen Helden, die sich diesen Grundsatz zu eigen gemacht haben. Helden, die ihren Beitrag dazu leisten, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Helden die wachrütteln und uns zurufen: „ Auch aus einem kleinen Samenkorn wächst irgendwann ein großer Baum“.

Kaum einer kennt sie - dabei könnten wir uns an ihnen orientieren um unsere Angst zu überwinden. Helden, wie beispielsweise zwei Schülerinnen von Bali, welche bereits mit 10 und 12 Jahren eine Initiative „ Bye Bye Plastic Bags“ gegen Platik- Tüten ins Leben riefen.

Ihre Initiative setze sich durch und gab den Anstoß für die Regierung ein Platik-Tüten- Verbot auszusprechen. Wenn zwei junge Mädchen dazu im Stande sind eine ganze Regierung für sich zu gewinnen, können wir dann nicht alle einen kleinen Teil dazu beitragen etwas besser zu machen?

Denn im Grunde kann jeder von uns derjenige sein, der für Andere eine Inspiration ist. Im Großen, wie im Kleinen. Denn jeder sollte für etwas einstehen, dass ihm wichtig ist. Jeder kann einen kleinen Beitrag in seinem Rahmen leisten! Einen Beitrag, der ihn nicht am Leben hindert, aber mit dem er weiß, etwas Gutes zu tun! Denn es geht nicht immer darum die ganze Welt zu retten!

Es geht darum sie ein kleines Stücken besser zu machen! Und wie Dip. arg. ing. Bernhard Nägele in einem Vortag sagte: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern.“

Quellen:

Nachhaltigkeit im Badezimmer

Wenn man über das Thema Nachhaltigkeit diskutiert, rutscht das Gespräch sehr oft ins Negative. Kein Wunder, bei den vielen Tonnen Müll, die jeder Deutsche im Jahr produziert, den vielen kaputten oder alten Handys, die nach Afrika gefahren werden, und den unglaublichen Mengen an Lebensmitteln, die jedes Jahr weggeschmissen werden, obwohl so viele Menschen Hunger leiden.

Klar, es hat sich die Überzeugung etabliert, lieber einen Korb oder eine Tasche mit zum Einkaufen zu nehmen, anstatt eine Plastiktüte zu verwenden. Ob dieser Trend seinen Urspruch jedoch in der Nachhaltigkeit findet ist fraglich, zufällig haben die Läden gleichzeitig beschlossen für Plastiktüten 10 Cent zu verlangen.

Alles in allem hat man das Gefühl, dass es für unser globales Nachhaltigkeitsproblem keine wirkliche Lösung gibt, schließlich möchte man selbst nicht zum Minimalist werden, vor allem weil man als Einzelperson wenig bewirken kann. Selbst wenn man sich in allen Lebensbereichen enorm einschränkt, begeistert Apple trotzdem mit seinem neuen iPhoneX die Welt und die bisher neusten iPhone 7ner Modelle werden überall auf ebay verkauft oder daheim gelagert, denn schließlich ist das iPhone X die sogenannte „Apple Revolution“.

Ich habe mir trotz all der überwiegend negativ geprägten Diskussionen vorgenommen etwas Positives zu veröffentlichen. Ich habe nach einer Lösung gesucht, die jeder in seinen Alltag integrieren kann. Der eine mehr, der andere weniger. Ich glaube schon, dass Menschen gerne nachhaltiger leben würden, es scheitert meistens nur in der kontinuierlichen Umsetzung. Aus diesem Grund habe ich nach einer relativ leicht umsetzbaren Möglichkeit gesucht, bei welcher der Einzelne nicht das Gefühl bekommt, dass es auf allzu viel verzichten muss. Und hier ist meine Lösung: Minimalismus im Badezimmer.

Auf den ersten Blick ist dieses Thema eigentlich keines, was mich wirklich tangiert oder hinter dem ich wirklich stehen würde. Als ich mich jedoch genauer damit beschäftigt habe, habe ich festgestellt, dass sich Minimalismus im Badezimmer und die Leidenschaft für Kosmetik nicht unbedingt gegenseitig ausschließen. Fangen wir mal an.

Unter Minimalismus im Badezimmer versteht man nicht unbedingt den Verzicht auf kosmetische Produkte. Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, doch ich möchte hier den Gebrauch von umweltschonenden Produkten vorstellen.

Angefangen mit dem Händewaschen bis hin zum Shampoonieren der Haare, verschiedenste Firmen stellen mittlerweile nachhaltige Alternativen her. Eine der bekanntesten Firmen wäre ‚Lush‘. Ihre Produkte werden als „fresh handmade cosmetics“ promotet wobei meist Rohstoffe auf ökologischen Anbau oder Fair-Trade-Handel verwendet werden. Durch den außergewöhnlichen Duft könnten sich harte Blockhandseifen wieder durchsetzen und so würde man auf die Plastikverpackung verzichten. Die meisten Lush-Produkte werden in kuchenartigen Formen hergestellt und dann in Stücke geschnitten. So bieten sie, wie auch viele andere Hersteller Shampookonzentrate in Kuchenstückform an, bei denen man wieder auf die Verpackung verzichtet. Zusätzlich halten diese viel länger, da es sich hierbei um ein Konzentrat handelt. Nun vermischt man etwas Konzentrat mit Wasser und schon reicht es um sich die Haare zu waschen.

Wer experimentierfreudig ist, kann auch gerne Roggenmehl kaufen, sich das mit Wasser anrühren und schon hat man auch natürliches Shampoo hergestellt. Mittlerweile findet man Unmengen Videos darüber auf Youtube.

Für fast alle Bereiche der Kosmetik findet man nachhaltige Alternativen. Es gibt für verschiedenste Düfte mittlerweile Parfüm-Auffüller, bei denen man einfach sein leeres Fläschchen auffüllen kann; es gibt Abschmink-Waschlappen, bei denen man keine Produkte verwenden muss um das Make-up vom Gesicht zu bekommen, wodurch man auf das Produkt an sich, auf Wattepads und Abschminktücher verzichtet; es gibt Aktionen wie die „back to mac“ Aktion, bei denen man leere Verpackungen wieder zurückbringen kann, damit diese wiederverwendet werden.

Aber nicht nur im kosmetischen Bereich, kann man nachhaltig sein, ohne wirklich zu verzichten. Für alle jungen Eltern gibt es mittlerweile auch genügend Firmen welche Stoffwindeln produzieren, womit man ganz einfach riesige Mengen an herkömmlichen Windeln sparen kann.

Minimalismus im Badezimmer ist also kein Minimalismus den man wirklich zu spüren bekommt. Jeder kann einen Teil davon zu Hause umsetzen, auch wenn man kein Roggen-Shampoo verwenden möchte, findet doch jeder eine Möglichkeit den Weg ins Badezimmer sehr viel nachhaltiger zu gestalten.

Eigentlich habe ich hier keine neuen Erkenntnisse dargestellt, jeder von uns weiß, dass es nachhaltige Produkte und Aktionen gibt. Letztendlich liegt es an jedem Einzelnen, vielleicht sollte sich jeder für sich überlegen, welche der Möglichkeiten man wahrnehmen möchte, hier können tatsächlich Kleinigkeiten Großes bewirken.

Ooho! - Eine umweltfreundliche Alternative

Dass unsere Meere voller Plastikmüll sind, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Und nicht nur die Meere, unsere gesamte Umwelt hat mit all dem Plastik zu kämpfen, das Tag für Tag auf dem Müll landet. Damit dieser Berg wenigstens etwas kleiner wird, haben drei Studenten aus London Ooho! erfunden.

Wasser in einer kleinen Blase, als Alternative zur Plastikflasche – das ist doch mal was. Mit einem Happs ist sie im Mund – die Wasserblase Ooho! Sie sieht aus wie eine Seifenblase voller Wasser, ist dabei aber so stabil, dass man sie in die Hand nehmen kann. Die Blase platzt erst, wenn man drauf beißt. Das Geheimnis von Ooho! ist eine Doppelmembran aus Braunalgen, Kalziumchlorid und Wasser. Klingt vielleicht nicht lecker, ist aber geschmacksneutral und noch besser: vollständig abbau- und essbar. Die Idee von Rodrigo und seinen Kollegen: die Wasserblase marktfähig machen. Ihr Antrieb ist es, den enormen Berg an Plastikmüll zu verkleinern. Rodrigo García Gonzales erklärt weiter:
„Flaschen bergen viele Probleme. 90 Prozent des Preises für eine Wasserflasche bezahlt man nur für die Flasche. 80 Prozent der Plastikflaschen werden nicht wirklich recylced und sie brauchen 700 Jahre, um abgebaut zu werden. Darum bestehen 90 Prozent des Mülls im Ozean auch aus Plastik.“
Inspiriert wurde Ooho! übrigens von der Gastronomie. Auf die gleiche Weise wird nämlich auch falscher Kaviar hergestellt. Einen kleinen Haken gibt es allerdings:
„Als Verbraucher sind wird an eine bestimmte Art des Trinkens gewöhnt und manche Menschen finden es etwas unästhetisch. Sie sagen es sieht aus wie ein Brustimplantat oder eine Qualle. Die Herausforderung ist die Wasserblase der Gesellschaft vorzustellen und das Konzept des Wassertrinkens zu verändern.“
Keine Wasserkisten mehr schleppen, kein Pfand mehr zurückbringen und vor allem weniger Plastikmüll – so könnte die Zukunft mit Ooho! aussehen, wenn wir uns an das Wasser in Blasen gewöhnen.

Über kleine Beiträge große Ziele erreichen

In der Diskussion um Nachhaltigkeit in einer (Post-)Wachstumsgesellschaft gilt es nicht nur, Forderungen an die Politik zu stellen, sondern ebenfalls die Verantwortung der Wirtschaft zu betonen und gleichzeitig einzufordern. In dem hart umkämpften Wettbewerb um billigere, effizientere, rentablere Produktionsweisen/Arbeitskräfte/Ressourcen scheint der Wirtschaft zuweilen jedes Mittel recht, um Wachstum zu generieren. Ganz im Sinne Hartmut Rosas mit den Begriffen der Steigerungsversprechen und Reichweitenvergrößerung. Rosa spricht auch von dem Widerspruch zwischen der Steigerungslogik und den letztlich endlichen Ressourcen, die es zu berücksichtigen gelte.

Im Kontext von nachhaltigem Konsum, sehe ich daher neben der Politik ebenso die Wirtschaft und VerbraucherInnen bzw. KonsumentInnen in der Pflicht, nach progressiven Lösungsansätzen zu suchen, die Nachhaltigkeit (in allen Belangen) steigern, fördern und sich idealer Weise als Werte etablieren.

2012 erfuhr ich das erste Mal von einer Initiative namens „Deutschland rundet auf“ – eine deutschlandweite Spendenbewegung, die, gefördert vom Bundesverband für deutsche Stiftungen & der Initiative für transparente Zivilgesellschaft, von privater, wirtschaftlicher und politischer Einflussnahme unabhängig und als gemeinnützige Organisation nicht gewinnorientiert agiert.

Für diejenigen die noch nicht wissen, wie das Prinzip funktioniert: Bei "Deutschland rundet auf" geht es darum, dass der Kunde am Ende seines Einkaufs mit dem Satz "aufrunden bitte" entscheiden kann, dass seine Kosten aufgerundet werden. Z.b.: 5,92 = 6,00€ - maximaler Beitrag sind aktuell zehn Cent.mHier der entsprechende Link zu dem Projekt: https://deutschland-rundet-auf.de
 „Die an DEUTSCHLAND RUNDET AUF gespendeten Kleinstbeträge kommen zu 100% besonders wirksamen Projekten zugute, die faire Chancen für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in Deutschland schaffen. Dabei geht es immer um Hilfe zur Selbsthilfe, mit der sich die betroffenen Kinder und Familien langfristig aus der Armut befreien können. Bis heute haben wir bereits 27 Projekte ausfinanziert. Dadurch erhalten 63.864 Kinder die Chance auf eine bessere Zukunft. “ So heißt es in einem Statement auf der Homepage.
Die Anzahl der Aufrundungen beträgt bisher 155.179.441. Als bisher gesammelte Summe wird 7.314.776 € angegeben.

Ich finde, dass dies ein mehr als beachtlicher Erfolg ist und dass die von „Deutschland rundet auf“ gewonnenen Preise für sich sprechen: 2012 Best Human Brand Award, 2013 Visionaward, 2015 Internationaler deutscher PR-Preis. Christian Vater, der Gründer der Aktion ist außerdem Fellow des Ashoka Netzwerkes.

Der Ansatz, im Einzelhandel Optionen zu schaffen und kleine Beträge für wohltätige Zwecke zu spenden, hat mich auf Anhieb begeistert. Ich finde es allerdings schade, dass nicht noch mehr Geschäfte bei diesem Projekt mitmachen und dass die Möglichkeit zum Aufrunden vielen Menschen nicht bekannt ist.

Natürlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich zu engagieren bzw. finanziell seine Hilfe anzubieten (Patenschaften etc.). Mir gefällt an diesem Projekt gerade das opportune Moment, einen Einkauf ganz simpel mit einer Spende zu kombinieren. Solch kleine Cent-Beträge tun mir nicht weh und wenn ich damit unverbindlich helfen kann, tue ich das gerne.

Meine Vorstellung von diesem Prinzip geht weiter und ich wünschte, wir würden schon heute öfter Spenden können, während wir konsumieren. Daher die Vision:

Das Prinzip Aufrunden gibt es in den meisten Geschäften, Lokalen, Filialen – eigentlich überall. Die Firmen können sich Partner suchen, an die diese Beträge (bestenfalls zu 100%) gespendet werden. Die Projekte werden von einer eigens dafür entstandenen Institution für „eine bessere Welt“ zertifiziert. Optional haben die Geschäfte mehrere Partner und der Kunde/die Kundin kann sich entscheiden, welches Projekt er/sie unterstützen möchte. Mal spende ich für Regenwälder, mal für Projekte gegen Armut. Das geht schnell und einfach mit einem Klick auf einem Touchscreen. Wenn der Kunde/die Kundin mehr als ein Cent-Betrag spenden möchte, soll auch das möglich sein. Wieder bloß ein paar Klicks auf einem Bildschirm.

Der eigene Konsum kann so schnell und einfach Nützliches tun. Das Ganze hat unverbindlichen Charakter und der Zugang dazu ist unkompliziert. Die Idee kann verstanden werden als „freiwillige Nachhaltigkeits-Steuer“. Natürlich ist die Idee nicht ausgereift und gleichzeitig gibt es genug Einwände bzw. nicht abzuschätzende Folgen, die damit einhergehen könnten. Trotzdem gilt, wenn auch ein wenig idealistisch:

Wenn wir dahin kommen würden, dass die hiesige Gesellschaft solch ein Kaufverhalten als angemessen, gar selbstverständlich betrachtet, bestünde ein riesiges Potenzial, quasi täglich, einfach und unkompliziert einen kleinen Beitrag für eine bessere Welt zu leisten. Ich hoffe, dass es nicht bloß bei einer Vision bleibt...

FAZ-Debatte um (Post-)Wachstum und Degrowth

Ein Beitrag von Magdalena

Der Artikel "Degrowth, eine Alternative zum Wachstum", ist ein Gastbeitrag aus der FAZ vom 25.10.2016. Darin wird das Wachstum im Bereich der Wirtschaft als Notwendigkeit für unsere heutige Gesellschaft erachtet. Jedoch wird auch das daraus resultierende Spannungsverhältnis deutlich gemacht, bei dem sich selbst Ökonomen schwer tun, Stellung zu beziehen. Das BIP wird beispielsweise als veraltet und nicht mehr zeitgemäß angesehen. Die "Degrowth"-Bewegung sieht sich hierbei als eine Art Provokation, aber auch als einen Vorschlag, indem sie für einen gleichen Lebensstandard, der für alle Menschen gilt, kämpft.

Nachhaltigkeit bei Discountern – Beispiel Penny

Ein Beitrag von Hanna

Überall hört man vom Problem des Klimawandels und der Nachhaltigkeit. Wir Menschen können bereits im Alltag einiges dafür tun. Auf diesem Weg bin ich auf der Homepage von Penny gelandet: http://www.penny.de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeit-bei-penny/.

Hier ist deutlich eine Art Nachhaltigkeitsstrategie zu erkennen. Die Strategie basiert auf drei Bereichen: „Grün genießen“, „Grün sparen“ und „Grün engagieren“. Der Discounter thematisiert vor allem die besonderen Produkte im Sortiment, zudem die Problematik des „Food Waste“ (Lebensmittelverschwendung) und auch das Verwenden bestimmter Ressourcen. Auf der Seite findet man verschiedene Tipps, um das „Grüne Engagement“ von Penny auch auf sich selbst zu übertragen.

Die Janosch-Figur Günter Kastenfrosch dient hier als Ratgeber. Auf eine besondere Art versucht er, uns Kunden einen Rat zu geben und uns in unserem Kaufverhalten zu helfen.

In diesem Fall finde ich es besonders interessant, dass dieser Lebensmittelladen die Problematik zu Werbezwecken nutzt. Wird hier nur versucht, mit dem Gewissen der Leute mehr Umsatz zu machen? Natürlich ist dies auch vorteilhaft für das Image…oder was meint ihr dazu?