Dienstag, 16. Januar 2018

Gemeinwohl-Ökonomie

Die von Christian Felber ins Leben gerufene Gemeinwohl-Ökonomie wächst stetig. Seine Idee ist es, die Wirtschaft zu transformieren und das Ziel der Wirtschaft vom Wachstum zum Gemeinwohl zu ändern. Jedoch will er das nicht durch einen starken Bruch mit der jetztigen Wirtschaftsordnung, sonndern durch einen stückweisen, fließenden Übergang, der von den Bürgern ausgeht.

Wie in der Präsentation angesprochen, ist hier die Möglichkeit, seine eigene Gemeinwohl-Bilanz zu testen: Gemeinwohl-Bilanz-Test. Der Test dauert, je nachdem, wie ausführlich man es macht, 10-20 Minuten. Auch selbst aktiv werden ist nicht schwer, man kann sich einfach anmelden über die Website und sich nach Belieben informieren. Auch in Stuttgart gibt es schon einen Verein.

Dienstag, 9. Januar 2018

Nachhaltige Banken

Konventionelle Banken stehen oft in der Kritik, sich an dubiosen Wachstumsmärkten (Rüstungsgeschäfte, Nahrungsmittelspekulation etc. )zu beteiligen, sie finanziell zu unterstützen und von ihnen zu profitieren. Wir als Bürger können unser Geld ohne viel Aufwand dazu verwenden, um nachhaltige, dem Gemeinwohl dienende Projekte zu unterstützen - wenn wir unser Geld bei Banken anlegen, die ihre Investitionen in ethisch und ökologisch vertretbaren Projekten tätigen. Eine kurze Übersicht bietet die Website utopia.de unter diesem Link. Die Girokonten sind zwar größtenteils nicht gratis, die Kosten sind bei Preisen von 5-10 € monatlich aber durchaus stemmbar.

Dienstag, 2. Januar 2018

Degrowth

In dem Blog Degrowth werden Beiträge und Ideen rund um das Thema Postwachstum und Degrowth gesammelt. Hier findet man die aktuellen Veranstaltungs- und Konferenztermine, Projekte und viele weitere Informationen. Zudem kann man sich das Buch: Degrowth in Bewegung(en) als PDF herunterladen und interessante Konzepte, die zahlreiche Lösungsansätze und Alternativen darstellen, durchlesen.

Sonntag, 17. Dezember 2017

Schriftenreihe Nachhaltigkeit der hlz

Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung (hlz) hat jüngst im Themenschwerpunkt "nachhaltige Entwicklung" zwei Beiträge in der Reihe "Schriftenreihe Nachhaltigkeit" veröffentlicht, die kostenlos bestellt (oder online gelesen) werden können und sich in idealer Weise zur Nachbereitung der letzten Seminarsitzungen zu Nachhaltigkeit und nachhaltigem Konsum eignen:
Links zu weiteren Publikationen der hlz zum Thema finden sich hier im Blog auf der Seite "Nützliche Links"...

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Veranstaltungshinweis: Stephan Lessenich in Stuttgart

Der Soziologe Stephan Lessenich wird sein Buch "Neben uns die Sintflut: Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis" vorstellen. Wer seine Texte kennt, weiß, dass er ein scharfer Kritiker der bestehenden Verhältnisse ist und der Vortrag sicher gut zu unserem Seminar passt. Die Veranstaltung des BUND findet am Freitag, den 15.12.2017 um 18:00 Uhr im Bürgerzentrum West in der Bebelstr. 22 in Stuttgart statt. Mehr Informationen gibt es auf der Website des Weltladens an der Planie, von der auch das folgende Zitat stammt:
Alles zu haben und noch mehr zu wollen, den eigenen Wohlstand zu wahren, indem man ihn anderen vorenthält: Das ist das heimliche Lebensmotto der reichen industriekapitalistischen Gesellschaften. Großen Bevölkerungsmehrheiten in diesen Gesellschaften geht es gut, weil es den Menschen in anderen Weltregionen schlecht geht.
Das Buch wurde hier im Blog bereits vorgestellt...

Dienstag, 12. Dezember 2017

NICHT BEI UNS! Projekt einer Realschule in Karlsruhe

Ein Beitrag von Yâren

 Klimawandel und Nachhaltigkeit sind Begriffe, die SchülerInnen überall hören. In der Schule sollen diese Begriffe aber nicht nur kurz erwähnt werden. Die SchülerInnen sollen die Bedeutung dieser Begriffe verstehen. Ich möchte ein Projekt einer 10. Klasse vorstellen: „NICHT BEI UNS“.

Die SchülerInnen recherchieren das Thema „Plastik“ und lernen die Herstellung sowie die Nachteile kennen. Sie überlegen sich Möglichkeiten bzw. Alternativen und versuchen einen ganzen Tag lang, die Benutzung von Plastik zu vermeiden. Die Ergebnisse werden protokolliert.

Sie führen dann in der Schule die „Pfandecke“ ein, wo Pfandflaschen der SchülerInnen sowie LehrerInnen eine Woche lang gesammelt werden, um zu schauen, wie viele Plastikflaschen sie in einer Woche benutzten.

Danach folgt eine Versammlung in der Aula. Die SchülerInnen stellen die Ergebnisse vor und informieren ihre MitschülerInnen. Die Pfandflaschen werden wöchentlich gesammelt. Das Geld wird dann anschließend gespendet.

Fazit: Schüler führen kleine Projekte durch, erkennen, wie viel Plastikflaschen sich an nur einer Schule ansammeln können. Sie versuchen, Plastik zu vermeiden, und verstehen Begriffe wie z.B. Nachhaltigkeit.

Freitag, 8. Dezember 2017

Lebensmittelverschwendung / Foodsharing

In allen Bereichen eines Lebensmittelzyklus’ werden Nahrungsmittel verschwendet bzw. weggeworfen. Weltweit gehen rund 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel jährlich verloren, in Deutschland sind es im Jahr 6,7 Millionen Tonnen, was 82 Kilogramm Lebensmitteln im Wert von ungefähr 240 Euro entspricht. Dies ist nicht nur auf ethischer Ebene, sondern auch auf ökologischer Ebene verwerflich. Jedes Lebensmittel, das im Müll landet, ist dabei gleichzeitig nicht nur eine Verschwendung eines Nahrungsmittels, sondern auch weiterer Ressourcen wie Energie, Wasser und menschlicher Arbeitskraft.

Innerhalb der EU stammen dabei 42% der Lebensmittelabfälle aus Privathaushalten. Wir sollten uns dabei selber anhalten, etwas dagegen zu unternehmen; sei es, sparsamer und intelligenter einzukaufen, Lebensmittel richtig lagern sowie beim Kochen Portionen richtig einzuschätzen und gegebenenfalls Reste einfrieren oder weiterverwerten. 

Und wenn dann doch mal was übrig bleibt, gibt es seit 2011 unter anderem Dienste, die das sogenannte “Foodsharing“ betreiben. Hierbei möchte ich euch das Portal https://foodsharing.de/ vorstellen, eine 2012 entstandene Initiative, die mittlerweile über 200.000 registrierte Nutzer hat. In Kooperation mit über 3000 Betrieben konnten so laut eigenen Angaben schon ca. 12 Millionen Kilogramm Lebensmittel “gerettet“ werden.

Wie das Konzept funktioniert, wird hier in einem Video erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=dqsVjuK3rTc

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Nachhaltigkeit (in der Schule) erlebbar machen

Ein Beitrag von Lucas

Wer sich mit dem Begriff "Nachhaltigkeit" beschäftigt, merkt schnell, wie abstrakt dieser eigentlich ist. Umso wichtiger ist es, dass der Sinngehalt bereits in der Schule nachvollziehbar gemacht werden kann. Dies kann unter anderem damit geschehen, dass Nachhaltigkeit erlebbar gemacht wird. Dazu wirbt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unter http://www.umwelt-im-unterricht.de/hintergrund/aktionen-und-projekte-nachhaltigkeit-erlebbar-machen/ für Aktionen und Projekte, die die Prinzipien der Nachhaltigkeit vermitteln sollen. Das Bundesministerium beschreibt die "Aktionstage Nachhaltigkeit" wie folgt:
Im Mittelpunkt stehen Initiativen und Veranstaltungen, die einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Die Projekte laden während der Aktionstage zum Ausprobieren und Mitmachen ein und stellen dabei ihre Arbeit vor. Die Aktionen sind vielfältig: von der Althandy-Sammlung über Reparatur-Treffs bis hin zu gemeinsamen Pflanzaktionen mit Blumen, Kräutern, Obst oder Gemüse.
Darunter finden sich weitere Links wie http://www.aktionstage-nachhaltigkeit.de. Die nächsten deutschen Aktionstage finden vom 30. Mai bis zum 5. Juni statt. Alleine im Raum Ludwigsburg finden dazu weit über zehn Aktionen und Projekte statt, die man mit den SchülerInnen durchführen und erleben kann (siehe Karte auf der Website): Vom Repair-Café bis zum Klimaschutz ist alles dabei, denn: "Nachhaltigkeit beginnt beim Handeln!"

Für Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I stehen auf der Website unter anderem auch Unterrichtsvorschläge oder Projektthemen zur Verfügung, die sich mit dem Themenfeld Nachhaltigkeit beschäftigen.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Müll zu Dünger in der Stadtwohnung

Ein Beitrag von Neitah

Mit der Wurmkiste kann man auch in einer Stadtwohnung seinen Biomüll nachhaltig entsorgen. Dafür sorgen eine Menge Würmer in einer Kiste. Und zwar Kompostwürmer, die essen sich durch von Mikroorganismen zersetzten Teile der Schnippelabfälle sowie Papier und Pappe, und das Verdaute ist dann wertvoller Dünger, den man für seine Pflanzen verwenden kann.

http://wastelandrebel.com/de/kompostieren-in-der-stadtwohnung-mit-einer-wurmkiste/

Und im Vergleich zum Biomüll stinkt die Tonne überhaupt nicht, sie riecht lediglich nach dem, was man darin entsorgt hat (und das auch nur leicht). Bei manchen Dingen muss man allerdings doch aufpassen, wie zum Beispiel bei Zitrusfrüchten oder Essensabfällen in großen Mengen, dafür können auch Staub und Haare darin entsorgt werden!

Wenn man beispielsweise in den Urlaub fährt, überleben die Würmer auch wochenlang, ohne gefüttert zu werden. Es gibt verschiedene Arten von Wurmkisten, man kann sie sogar selber bauen. Die Kiste und die Würmer können online bestellt werden.

Noch kurz zum vorgestellten Blog: bei Wasteland Rebel findet ihr praxistaugliche und sehr einfach gehaltene Rezepte für Hausmittel, viele Tipps sowie Infos und Fakten zu allgemeinen Nachhaltigkeitsfragen.

Was mache ich mit meinem Leben?

What is real? Podcast - Thema der Fundgrube war nachhaltiger Konsum, jedoch bin ich auf einen derartig interessanten Beitrag zum Thema "Das gute Leben" gestoßen, dass es egoistisch wäre, diesen Artikel nicht zu posten.

Der ein oder andere mag sich noch an Mike Posner erinnern. Er veröffentlichte im Jahr 2010 den Song "Cooler than me", welcher ihn im Alter von 22 Jahren zum Millionär machte. Man könnte nun meinen, dieser Mann lebt den Amerikanischen Traum, er sollte glücklich sein. Rückblickend sagt er jedoch selbst von sich, dass dem zu dieser Zeit nicht so war.

Nachdem jedes seiner folgenden Lieder weniger erfolgreich war und er einige Jahre keine Musik mehr veröffentlicht hatte, veröffentlichte er 2015 eine EP mit dem Titel "The Truth". Darauf befindet sich ein Lied mit dem Titel "I took a pill in Ibiza", den einige kennen werden. In diesem Lied erzählt Mike Posner davon, dass es ihn unglücklich macht, auf der Bühne stehen zu müssen und gute Laune verbreiten zu müssen, während die Wahrheit ist, dass er lediglich traurige Lieder kennt.



Es zeigt sich also, dass auch der Traum, berühmt und reich zu sein, nicht dazu reicht, glücklich zu sein. Mike Posner hat mittlerweile einen Podcast gestartet, in dem er lediglich die Dinge thematisiert, die ihn bewegen und eines davon ist die persönliche Entwicklung.

In der Folge mit dem Thema "Was mache ich mit meinem Leben?" spricht Posner davon, das Dritte Kapitel seines Lebens begonnen zu haben. Während er als Erstes Kapitel schlichtweg das "In der Welt-sein" bezeichnet, also schlichtweg das "Sich zurechtfinden" bezeichnet, nennt er als zweites Kapitel ein für unsere Wachstumsgesellschaft bezeichnendes Merkmal. Er nennt dieses Kapitel "Die Welt besiegen". Es zeigt sich in unserer Gesellschaft, dass es grundsätzlich ein Ziel ist, besser zu sein als andere, denn nur dadurch wird Wachstum erzeugt. Posner ist ein tolles Beispiel dafür, dass dieses, für den Durchschnittsbürger oft unerreichbare, Ziel auch kein Weg zum Glück ist.

Er bezeichnet als Kapitel 3 das "Die Welt lieben". Er stellt die These auf, dass jede Entscheidung jedes Menschen, selbst die Entscheidung, zu sagen, man selbst würde die Welt nicht beeinflussen, die Welt beeinflusse. Er bezeichnet seinen Weg in ein glücklicheres Leben als ein kognitives Wahrnehmen des Alltags und eine grundsätzliche Dankbarkeit dafür zu leben.

Er hat beispielsweise gelernt, seine Zukunft nicht von seiner Vergangenheit abhängig zu machen, dass es eine eigens gefällte Entscheidung ist, dass bestimmte Menschen uns nicht kümmern, dass diese Entscheidung jedoch nicht endgültig ist, oder auch, dass es einem Einzelnen möglich ist, die Welt nicht nur in geringem Maße, sondern auch die Prinzipen der Gesellschaft zu verändern.
Er möchte dazu aufmuntern, dass Menschen diese Macht wahrnehmen, statt sich einzureden, nicht gut genug zu sein.

Er sieht das Problem darin, dass Menschen es sich einfacher machen, indem sie von sich sagen, nicht gut genug für etwas zu sein, da sie dadurch nichts tatsächlich tun müssen. Er kritisiert das Fortschrittsdenken des Menschen, die Mentalität von: "Wenn ich das erreiche bin ich bereit", welche sich durch unser gesamtes Leben zieht.

Ein für mich sehr beeindruckender Punkt, den Posner nennt, ist, dass wir nur dann Zeit als verschwendet bezeichnen können, wenn wir davon ausgehen, dass Zeit verschwendet werden kann. Als einen möglichen Ausweg dafür wünscht er sich ein Schulfach, das lehrt, Mensch zu sein.

Persönlich kann ich nur jedem Leser ans Herz legen, diesen Podcast anzuhören, da er eine unglaublich ehrliche und empathische Perspektive auf das Leben in unserer Gesellschaft bietet: What is real? Podcast

Medikamente im Trinkwasser

Die steigende Anzahl an über 60-Jährigen und der damit steigende Arzneimittelgebrauch sowie der allgemein steigende Verbrauch und die steigende Anzahl an Wirkstoffen stellt die Klärwerke vor immer neue Probleme. Unser Trinkwasser, das im Grunde besser ist als jedes Mineralwasser, ist gefährdet und zwar von uns selbst. Durch übermäßigen Konsum und entsorgte Medikamente wird nicht nur die Tierwelt, sondern werden auch wir Menschen gefährdet. Generell gilt es, Medikamentenkonsum zu reduzieren, sowie sie absolut nicht im Klo zu entsorgen.

Einige Beiträge zum Thema:

Nachhaltiger Konsum als Widerspruch in sich

Genau rechtzeitig zu unserer Fundgrube zum Thema "nachhaltiger Konsum" hat Marlen Hobrack auf Zeit Online den Beitrag "Konsum: Habenwollen fürs Weltklima" veröffentlicht, der mit folgendem Fazit endet:
"Ökologischer" Konsum ist nichts anderes als die Milchmädchenrechnung einer hedonistischen Konsumentenschaft im Zustand allgemeiner Realitätsverweigerung.

Montag, 4. Dezember 2017

Plastic Planet!

„Die Menge an Kunststoff, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht bereits aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal mit Plastikfolie einzupacken.“ (Werner Boote)

Einen sehr prägenden und interessanten Dokumentarfilm drehte Werner Boote vor etwa 10 Jahren. In seinem Dokumentarfilm „Plastic Planet“ wollte Boote die Gefahren von Plastik für uns Menschen und unserer Umwelt verdeutlichen. In seinem Film stellt Werner Boote viele Fragen zum Beispiel, ob Plastik unserer Gesundheit schadet?

Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Wer verliert? Werner Boote versuchte, mit seinem Film die Menschen aufmerksam zu machen und zum Nachdenken zu bringen, was Plastik alles in unserer Welt anrichtet. Nach zehn Jahren stellt man sich jedoch die Frage: Hat sich in den letzten Jahren überhaupt etwas geändert?


Zum Dokumentarfilm „Plastic Planet“ gibt es eine Internetseite: http://www.plastic-planet.de/derfilm.html. Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet zu diesem Film Anregungen für den Unterricht an: http://www.bpb.de/gesellschaft/kultur/filmbildung/189230/plastic-planet

Utopia hat Tipps zum Vermeiden von Plastik zusammengestellt:
  • Verwenden Sie Stofftaschen.
  • Trinken Sie Ihre Getränke aus Glasflaschen.
  • Kaufen Sie Ihren Kindern Spielzeug aus Holz.
  • Benutzen Sie Keramik- oder Porzellantassen anstatt Plastikbecher.
  • Schreiben Sie mit Bleistiften anstelle von Plastikstiften und –kugelschreibern.
  • Stellen Sie sich echte Pflanzen in die Wohnung, keine aus Plastik.
  • Schneiden Sie auf Holz- nicht auf Plastikküchenbrettern.
  • Verwenden Sie Besteck aus Staal, Messing, Silber, aber nie mehr welches aus Plastik.
  • Schnäuzen Sie sich mit Taschentüchern aus Tissueboxen (recycelten), statt mit Taschentüchern aus Plastiktaschen à zehn Stück, wenn es schon keine Stofftaschentücher sein sollen.
  • Tragen Sie Gürtel aus Stoff oder Leder, keine aus Plastik.
  • Verwenden Sie Büroprodukte vom Lineal über den Stifthalter bis zur Karteibox aus Holz.
  • Überlegen Sie beim nächsten Brillenkauf, ob es Alternativen zu Kunststoffgläsern und dem Kunststoffgestell gibt.

Erderwärmung. Artensterben. Plastik-Welt.

Schon morgens geht es los. Während wir noch im Bett liegen, um zu checken, was unsere Freunde so in der Nacht gepostet haben und ob auch schon alle wach sind, schleichen sich, oft ungewollt, Schlagzeilen in unser Leben. Erderwärmung. Artensterben. Plastik-Welt. Keine Lust da darauf, also einfach weiter scrollen!

Später während der Autofahrt zur Uni gehts weiter, Schlagzeilen im Radio, also einfach umschalten und die nächste gute Musik suchen. Die moderne Technik im Auto machst uns auch leicht, oftmals müssen wir noch nicht einmal die Hand vom Lenkrad nehmen.

Aber warum wollen wir denn mit Schlagzeilen nichts zu tun haben? Schlagzeilen sind fast ausschließlich negativ und grausam. Sie machen uns Angst! Nicht etwa weil wir vor den tatsächlichen Folgen unseres Konsums betroffen sind oder weil wir jemals das Ende der von Menschen bewohnbaren Erde erleben werden.

Wir haben schlichtweg Angst vor unseren Gefühlen. Dem Gefühl die Grausamkeiten des Menschen nicht ertragen zu können! Aber vor allem dem Gefühl zwischen den Fronten zu stehen. Zwischen dem Wissen, wie wir handeln sollten und dem wie wir handeln. Den Gefühlen des schlechten Gewissens, weil wir wissen, dass wir auch nicht besser sind wie all diejenigen die dafür verantwortlich sind!

Dem Wissen “egal was ich je tun werde, ich kann nichts ausrichten“ und dem Eingeständnis, dass wir eigentlich nicht auf die Annehmlichkeiten, die der Konsum uns verschafft, verzichten wollen! Wir fühlen uns klein und schwach, schuldig! Aber ist es das, was die Schlagzeilen, Dokumentationen, Warnungen und Seminare über unsere Erde in uns auslösen sollten? Schuldgefühle und Resignation?

Viele Menschen neigen zu Negativität. Dabei ist aus Negativität noch nie etwas Gutes entstanden! Deshalb sollten wir nach dem Grundsatz leben: Auch aus einem kleinen Samenkorn wächst irgendwann ein großer Baum.“

Und es gibt sie, die stillen Helden, die sich diesen Grundsatz zu eigen gemacht haben. Helden, die ihren Beitrag dazu leisten, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Helden die wachrütteln und uns zurufen: „ Auch aus einem kleinen Samenkorn wächst irgendwann ein großer Baum“.

Kaum einer kennt sie - dabei könnten wir uns an ihnen orientieren um unsere Angst zu überwinden. Helden, wie beispielsweise zwei Schülerinnen von Bali, welche bereits mit 10 und 12 Jahren eine Initiative „ Bye Bye Plastic Bags“ gegen Platik- Tüten ins Leben riefen.

Ihre Initiative setze sich durch und gab den Anstoß für die Regierung ein Platik-Tüten- Verbot auszusprechen. Wenn zwei junge Mädchen dazu im Stande sind eine ganze Regierung für sich zu gewinnen, können wir dann nicht alle einen kleinen Teil dazu beitragen etwas besser zu machen?

Denn im Grunde kann jeder von uns derjenige sein, der für Andere eine Inspiration ist. Im Großen, wie im Kleinen. Denn jeder sollte für etwas einstehen, dass ihm wichtig ist. Jeder kann einen kleinen Beitrag in seinem Rahmen leisten! Einen Beitrag, der ihn nicht am Leben hindert, aber mit dem er weiß, etwas Gutes zu tun! Denn es geht nicht immer darum die ganze Welt zu retten!

Es geht darum sie ein kleines Stücken besser zu machen! Und wie Dip. arg. ing. Bernhard Nägele in einem Vortag sagte: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern.“

Quellen: