Sonntag, 3. Dezember 2017

Schule fördert Nachhaltigkeit

Wollen wir etwas für die Zukunft verbessern, dann liegt es immer nahe, bei den nachfolgenden Generationen anzuknüpfen und diese für etwas zu begeistern. So ist das auch mit dem Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz. In den Bildungsplänen verankert, findet sich das Thema Nachhaltigkeit immer wieder in Gemeinschaftskunde oder im Sachunterricht, in Biologie, etc. Dabei wird oft auf die globalen Verhältnisse aufmerksam gemacht und es werden Lösungsansätze diskutiert, die z.B. darauf zielen, etwa den Plastikverbrauch durch das Verbot von Plastiktüten einzuschränken oder auch umweltfreundlichere Produkte zu kaufen.

Doch schon der Lebensraum Schule bietet unendlich viele Ansätze, um den SchülerInnen nachhaltige Entwicklung zu veranschaulichen und zum Handeln zu ermuntern. Etwa der Stromverbrauch innerhalb eines Klassenzimmers oder des ganzen Schulgebäudes, der Verbrauch von Papier oder Kaffeebechern während des Schulalltags oder aber auch der Schulweg der SchülerInnen und LehrerInnen kann in diesem Rahmen thematisiert werden. Das Thema Nachhaltigkeit hält so Einzug in den Unterrichtsalltag, aber kann auch besonders gut mit Projekten konkretisiert werden. Es bieten sich viele Möglichkeiten an, erworbenes Wissen direkt im Schulalltag umzusetzen.

An vielen Schulen werden SchülerInnen als „Klimadetektive“ tätig und suchen nach Möglichkeiten, um die CO2-Emission in ihrem Schulhaus zu verringern. Anregungen dafür bietet das Internetportal http://www.klimaschutzschulenatlas.de, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird.

Der „Klimaschutzschulenatlas“ beinhaltet die Schulen und Bildungseinrichtungen, die sich an der Initiative „Klimaschutz in Schulen und Bildungseinrichtungen“ durch Projekte im Schulalltag beteiligen. Der Atlas dient auch als Plattform, damit sich die Schulen untereinander austauschen können. Auf der Seite finden sich außerdem noch viele Materialien für den Unterricht und auch weiterführende Artikel und Links zu möglichen Projekten.

Interessant fand ich den CO2-Rechner: https://www.klimaschutzschulenatlas.de/co2-rechner. Mit diesem sollen CO2-Einsparpotentiale aus dem aktuellen Energieverbrauch der Schule berechnet werden. Sicherlich kann dieser Rechner nicht alle Werte berücksichtigen und daher kein allumfassendes Ergebnis errechnen, jedoch ermöglicht er es den Schülerinnen und auch Lehrkräften einmal einen genaueren Blick auf den Energieverbrauch zu werfen und auch noch Lücken auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Schule zu entdecken.

Ergebnisse, die in diesem Rahmen selbstständig von Schülerseite erarbeitet werden, können als Grundlage für die Verbesserung der ganzen Einrichtung genutzt werden und die Schule in ihrer Verantwortung für eine bewusste Nutzung von Ressourcen und ihrer Achtung gegenüber der Umwelt stärken. SchülerInnen entdecken so selbstständig Möglichkeiten, formulieren diese und setzen sich bestenfalls für die Umsetzung nachhaltigerer Alternativen oder für die Reduzierung des Energieverbrauches ein.

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